Dienstag, 30. September 2014

Merkel sein


Heute mal hypothetisch. Habe die Erfahrung gemacht, dass viele Leute (besonders Männer) bei solchen Fragen antworten: "Was soll ich mir Gedanken drüber machen? Geht ja eh nicht!" - Ähm, nein. Aber für den Spaß vielleicht? Kreativität, Phantasie, so Schlagworte, die man nicht betatschen oder auf Ex trinken kann (uh, gemeiner, pauschalisierender Seitenhieb. Ob ich's mal schaffe, jemanden dazu zu verleiten, mich als Feministin zu beschimpfen? :)) Vielleicht einfach nur, weil es mal interessant wäre? Nein? Selbst Schuld.

Ich würde wohl Frau Merkel nehmen. Nur für den Spaß an der Sache. Man stelle sich vor:

Mal für fünf Minuten im apricotfarbenen Blazer auf der Kö auftauchen und Gangnamstyle tanzen bis die Lefzen wippen.

Im Bundeskanzleramt dem ollen Seibert mal ein unmoralisches Angebot machen.

Eine Rede vor einer Versammlung von Fritzen von der Initiative neue soziale Marktwirtschaft mit den Worten beenden "Und nun, liebe Genossinnen und Genossen, erheben Sie sich bitte für die Internationale - und zögern sie nicht, lautstark mitzusingen."

Sigmar Gabriel im Bundestag ins Ohr flüstern, dass er grinsen soll, wenn er gerade keine Unterwäsche trägt und mich vor laufenden Kameras beömmeln.

Regelmäßig Journalisten ansprechen, was sie denn für Ferkel wären, dass sie ständig in meine Raute starren.

Unvermittelt verträumt ins Mikrofon sagen "Ach ja, der gute Helmut... wo wäre die CDU heute ohne seine schwarze Kassen?"

Bei Markus Lanz mit energischem Blick postulieren "Die CDU steht erst dann für eine Koalition mit der AfD zur Verfügung, wenn Herr Lucke endlich mal so einen schicken Haarschnitt hat wie der Guido damals."

Im Tiergarten hinter Büschen hervorspringen und jungen Familien mit kleinen Kindern ins Gesicht schreien "Schon mal was von Präimplantationsdiagnostik gehört!?"
 
Frau Merkel, wissen Sie eigentlich, was Ihnen da entgeht?


(Und am Rande: Und allein für das Kopfkino gerade hat es sich für mich gelohnt, die Frage zu beantworten.)