Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gute Vorsätze


Wie viele zusätzliche Probleme hättest du, 
wenn du nicht lügen könntest?

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Donnerstag, 24. Dezember 2015

Samstag, 19. Dezember 2015

Sonntag, 6. Dezember 2015

Dienstag, 3. November 2015

Von Wissen und Glück


Ist es dir wichtig zu wissen, warum konkret du glücklich bist, 
oder reicht es dir, einfach glücklich zu sein?

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Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rechenkünste


Welche Dinge sind mehr als die Summe ihrer Teile?

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Mittwoch, 21. Oktober 2015

Samstag, 19. September 2015

... morgen dort

An der Flüchtlingskrise kommt man derzeit medial kaum vorbei. Jenseits der Berichterstattung, die uns täglich mit Zäunen, Tränengas und immer neun Zahlen konfrontiert, hat die FAZ noch einen anderen Zugang gewählt: Am 11. September veröffentlichte sie 59 'Fragen zum Nachdenken' zur Flüchtlingskrise, die einen innerlich nicht nur in die Rolle der Flüchtlinge aus dem nahen Osten versetzt sondern auch ganz unverblümt wissen will, wie sicher wir uns denn sein können, dass wir hier in Mitteleuropa nicht in naher oder ferner Zukunft ebenfalls vom Krieg überrascht werden könnten. Wer einen neuen Weg der Auseinandersetzung mit dieser Problematik sucht, wird unter diesem Link vielleicht ein paar eigene Antworten finden.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/fragen-zu-den-fluechtlingen-in-deutschland-13787404.html

Mittwoch, 19. August 2015

Heartbeat


Was lässt dein Herz höher schlagen?

... Sommerhimmel mit Schäfchenwolken
... Mangosorbet auf der Terrasse
... der erste Sprung ins Schwimmbecken
... von der Sonne geweckt werden
... Sternschnuppen sehen 
... Menschlichkeit
... Gastfreundschaft
... mit Vorfreude auf den nächsten Tag einschlafen
... von Unbekannten angelächelt werden
... to be continued (ich widme mich jetzt meinem Mangosorbet ;))

Was (oder wer? :))lässt eure Herzen höher schlagen? Lasst es uns wissen!

Sonntag, 2. August 2015

Kleine Unterschiede



Super. Wieder mal so ne Frage, die andere Fragen voraussetzt. Vor allem: Wie sind die meisten Menschen meines Alters denn so?

Lässt sich nicht so einfach beantworten, und wenn man es doch versucht, kann man sich auf heftigen Widerstand einstellen. So wie neulich Tabea Mußgnug in der FAZ feststellen musste, nachdem sie ihr Leben als Endzwanzigerin als eine große Wartehalle bezeichnete - und sei es nur das Warten auf das Ende des mittelmäßigen Krimis. Weil das Leben manchmal einfach verdammt anstrengend und ungewiss ist. Wen heiraten? Keine Ahnung. Schweiß perlt auf ihrer Stirn, der Mund wird trocken vor Torschlusspanik. Ende 20. Und sie weiß nicht, wen sie heiraten wird (oder, um die Passivität der Aussage zu unterstreichen: Wer denn da kommen wird, um sie zu heiraten.) Eine Feststellung so bitter wie der Frühstückskaffee, den die Dame vor lauter schlechten Krimis morgens um 11 auf der WG-Küchenarbeitsplatte wohl hat kalt werden lassen.

 Die Autorin wurde dann auch gleich mal von Filipp Piatov in der 'Welt' mit der Krieg-halt-den-Arsch-hoch-Keule abgewatscht, und zwar volle Breitseite, gespickt mit knappen Infos über seinen Aufsteiger-Alltag im Start-Up (ob hip oder nicht wage ich mal nicht zu beurteilen - das Wort hat durch akute Überbeanspruchung - vor allem in Kombination mit dem Wort 'Start-Up' - ohnehin jede eigenständige Bedeutung abgegeben, aber das nur am Rande). Wer nicht weiß, was er will, hat nur zu viel Zeit zum Nachdenken - und wer zu viel Zeit zum Denken hat, hätte besser mal früher wissen sollen, was er eigentlich will, so der Tenor, auch wenn Herr Piatov mit dem Wort 'eigentlich' ja so seine Probleme hat - genauso wie Frau Mußgnug.

Die Pole der Generation scheinen also, wenn man die beiden Autoren für repräsentativ halten möchte, abgesteckt zwischen unfreiwilliger Resignation auf der einen Seite und arrogantem Macher-Getöne (ja, das mit dem arrogant hat Filipp schon richtig pseudo-selbstkritisch aufgearbeitet) auf der anderen Seite. Die einen suchen händeringend nach Sicherheit, nach einer Boje im Meer der Möglichkeiten, an die sich sich festklammern können, wenn denn schon kein rettendes Ufer der Entscheidung in Sicht ist, während bei den anderen ein nicht ganz unverhohlener Neid auf diejenigen durchschimmert, die keine 14-Stunden-Schichten schieben müssen, um die Karriere voranzutreiben (Zitat: F.P.: "Die Abende mit Serien zu verbringen und sich darum zu sorgen, bald mal selbst Geld verdienen zu müssen, ist unfassbarer Luxus.") Dabei kommen die beiden ganz einfach auf einen gemeinsamen Nenner.

Was die beiden bei genauem Lesen vereint, ist die Tatsache, dass beide unzufrieden sind, dass beide genau das wollen, was der andere jeweils hat, wobei ihnen gleichzeitig entweder die Antriebskraft oder die Gelassenheit fehlt, um sich vom jeweils anderen eine Scheibe abzuschneiden. Entweder Zeit für Müßiggang und die schönen Dinge des Lebens (ja, auch mittelmäßige Krimis können darunter fallen) oder eine Perspektive, das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, sein Leben im Griff zu haben.

Ich mag mich täuschen, aber ich habe das Gefühl, genau darin liegt die Krux: Dass vielen der Mitt- und Endzwanziger diese beiden Extreme als unvereinbar erscheinen, als gäbe es kein gesundes Mittel mehr, das einem eine erfüllende berufliche Perspektive mit dem nötigen Touch Work-Life-Balance offeriert, der einem die Chance eröffnet, nicht den Festplattenrecorder  mit 17 noch nicht angesehenen Folgen der Lieblingsserie zu überstrapazieren, sondern sie innerhalb der einen Woche zu schauen, die sie noch in der Online-Mediathek stehen (was an sich ja schon ein Kompromiss ist - wer kommt schon noch dazu, die Episoden zur mittlerweile zum Abstraktum verkommenen 'Sendezeit' zu schauen?).

Vielleicht liegt das Problem also weniger in "unserer" Generation an sich als in dem Anspruch, der an uns herangetragen wird - an dieser stelle fügen Sie, liebe Leser, bitte gedanklich ein Arbeitsmarktbashing ihrer Wahl ein, ich bin gerade nicht in Stimmung für eine Moritat auf Bologna und unbezahlte Praktika in allen Details. Aber die oben beschriebenen Haltungen scheinen mir doch eine direkte Konsequenz aus dem internalisierten Leistungsdruck, den man jungen Menschen heute aufbürdet, dieses Friss oder Stirb, das uns aus allen Kanälen entgegenschallt, bis man es irgendwann selbst glaubt. Ich kann weder Herrn Piatov noch für Frau Mußgnug für ihre Haltung verurteilen - der Glaube, dass nur noch Leistung auch unter völliger Selbstaufopferung zählt wie auch die unbewusste Verweigerung, sich diesem Druck zu beugen, indem man in bester Zukunftsprokrastinationsmanier eben gegen den Berufseinstieg verwehrt, scheinen mir beide logische Konsequenzen.

Das Traurige ist, dass sie beide nur von unterschiedlichen Ängsten getrieben werden: Entweder der Angst, sich zu entscheiden und diese Entscheidung später zu bereuen oder der Angst, dass es morgen schon für all meine Träume zu spät sein könnte, weswegen ich sie nicht nur heute, sondern jetzt, jetzt sofort leben muss. Dass beides in der oben angesprochenen Unzufriedenheit mündet, ist eine logische Konsequenz.

Angst und Unzufriedenheit als Motoren einer Generation. Klingt verdammt zukunftspessimistisch, wenn man sich überlegt, was aus diesen Menschen in dreißig Jahren geworden sein könnte. Aber genau da endet auch mein Pessimismus: Im Konjunktiv des könnte. Weil ich glaube, dass die meisten ihre Unzufriedenheit und ihre Ängste überwinden können und den Sprung schaffen - ins Berufsleben hinein oder aus dem reinen Berufsleben hinaus in etwas mehr Ausgeglichenheit.

Epilog

Bringt mich zurück zur eigentlichen Frage. Ich glaube, ich habe das Glück, mein 'Dazwischen' gefunden zu haben. Nicht, dass mein Job immer stressfrei ist, ganz im Gegenteil. Aber ich weiß, wann es genug ist und ich einen Gang zurückschalten muss. Ich bin angekommen jenseits des Entweder-Oders. Und ich glaube, das unterscheidet mich von vielen.


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Seid ihr anderer Meinung? Lasst es mich in den Kommentaren wissen - ich freue mich auf Diskussionen.

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Samstag, 23. Mai 2015

Des Lebens Wert


Ich möchte niemals so leben müssen, dass ich mich selbst nicht mehr erkenne.
Ich möchte niemals so leben, dass sich das Leben nur noch mit geschlossenen Augen ertragen lässt.
Ich möchte niemals so leben müssen, dass ich mich nicht mehr traue, den Mund gegen offensichtliches Unrecht zu öffnen.
Ich möchte niemals so leben, dass ich gezwungen bin, Dinge zu sagen, die meinen Überzeugungen widersprechen.
Ich möchte niemals so leben müssen, dass ich nichts mehr gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Mitmenschen unternehmen kann. 
Ich möchte niemals so leben, als ob ich keine Grundsätze hätte.
Ich möchte niemals so leben, dass ich das, was ich bin und das, was ich früher war, verleugnen müsste.
Ich möchte niemals so leben müssen, dass mir mein eigener Vorteil wichtiger wird als das, was ich für die Allgemeinheit als am besten erachte.

Hehre Vorsätze. Ich hoffe, ich erinnere mich noch in 40 Jahren daran. Wenn nicht: Tut ihr es bitte.


Donnerstag, 14. Mai 2015

Sehnen und Suchen



Definition: "ein sehr starkes Verlangen nach etwas haben"

Reicht aber nicht. Zu Sehnsucht gehören für mich auch ein Hauch Melancholie und das Gefühl, dass das, wonach man sich sehnt, nicht so bald erreichbar sein wird - sonst schlüge die Sehnsucht in Vorfreude um. Zur Sehnsucht gehört für mich also auch eine zeitliche oder räumliche Distanz, wobei gerade bei der zeitlichen Distanz nochmal unterschieden werden muss zwischen einer Zeit, die noch in der Zukunft liegt und einer Zeit, die bereits vergangen ist. Bei der zukunftsbezogenen Sehnsucht geht eine gewisse Hoffnung mit einher (der oben erwähnte Hauch Melancholie bleibt trotzdem), bei der Sehnsucht nach Vergangenem schrumpft die Hoffnung auf ein Minimum zusammen, während die Melancholie überproportional wächst. Und wo ich so darüber nachdenke frage ich mich, ob es nicht vielleicht auch eine Art Realitätsgrenze bei der Sehnsucht gibt, die nicht überschritten werden kann, wenn sich die Sehnsucht auf Traumwelten ausdehnt (für die ein LARP-Wochenende meist nur ein minder aufregendes Substitut ist).

Für mich heißt Sehnsucht im Moment vor allem Sehnsucht nach Meer - irgendwo an die Küste, Oldschool-Sandburgen bauen, Drachen steigen lassen, sich vor einer Strandmuschel aneinanderkuscheln und Sand und Wind und Wellen trotzen. Schön wärs...


Samstag, 9. Mai 2015

Erkenntnisse


Ich bin kein Faust. Ich hoffe nicht auf Erkenntnisse. Dann doch lieber Sokrates: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wäre eine Erkenntnis, die manch anderem auch mal gut täte.

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Zum Foto: Entstanden 2012 in Edinburgh, von der Old Town in die New Town über den Bahnhof hinweg fotografiert. Rechts erahnt man die North Bridge, das große Gebäude links ist das Balmoral, eines der wohl schönsten Hotels in Schottland (sieht man auf dem Bild nur nicht so gut ;)).

Sonntag, 19. April 2015

Alles auf Anfang



Kleiner Guide zur Beantwortung der Frage

1) Wer sind deine Freunde?

2) Wie sind deine Freunde?

2.2) Gibt es Dinge, die alle deine Freunde gemeinsam haben?*

2.3) Was macht deine Freunde einzigartig?

3) Sind deine "alten Freunde" alle miteinander verbunden, sind es mehrere Freundeskreise oder im wesentlichen individuelle Freundschaften?

4) Wenn du über "deine neuen Freunde dort" redest, meinst du Individuen oder deinen gesamten Freundeskreis? 

5) Gibt es einen Freund oder eine Freundin, auf die du dich bei der Frage besonders beziehst? 

5.2) Was sagt das über dein Verhältnis zu dieser Person aus?

6) Hast du bis zu diesem Punkt auch nur einen Moment daran gedacht, dass du deinen Partner in diese Liste miteinbeziehen könntest?

6.2) Wenn nein, heißt das, dein Partner gehört nicht zu deinen Freunden?

7) Wenn du über die Ähnlichkeit nachdenkst, denkst du zunächst an die positiven oder an die negativen Seiten deiner Freunde?

8) Wärst du froh, deine neuen Freunde wären deinen alten ähnrlich?

8.2) Wenn nein, warum bezeichnest du sie dann noch als Freunde?

9) Inwiefern sind deine jetzigen Freunde - auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es noch 7 Milliarden andere Menschen auf der Welt gibt - unersetzlich?

* Schätzt du an deinen Freunden eher die Eigenschaften, die alle gemeinsam haben oder die, die sie als Individuum ausmachen?

Samstag, 4. April 2015

Kein Kinderspiel


Womit sollen deine Kinder später spielen?

Eine meiner Lieblingsfragen. Knapp, griffig, so ziemlich die erste, die mir immer in den Sinn kommt, wenn man mich auf die Aussage "Ich sammle Fragen" schief anschaut und um Konkretisierungen bittet.

Eine Lieblingsfrage auch deswegen, weil sie mehr oder weniger lebensnah ist - kein "Angenommen, du könntest..." oder "Was würdest du tun, wenn...", sondern eine Frage, die sich früher oder später tatsächlich in den Leben der meisten Menschen auftut - oder eben offensichtlich nicht.

Ich habe lange überlegt, ob es legitim ist, diese Frage mit diesem Bild zu kombinieren.Wenn ich daran denke, womit meine Kinder später spielen sollen, denke ich immer zuerst mal an Lego (viele tolle Kindheitserinnerungen!) Dann denke ich an Stofftiere und dann an alles, womit man sich im Freien mit Gleichaltrigen beschäftigen kann.

Woran ich nicht denke, sind Plastikimitate von HK33A2-Scharfschützengewehren mit Zielfernrohr.
(Auch wenn irgendwelche Klugscheißer mir jetzt sicher mit Verweis auf das Bild erklären wollen, dass man sich damit ja offensichtlich schon mit Gleichaltrigen im Freien beschäftigen kann - STFU!)

Gerade deswegen habe ich mich nach einiger Bedenkzeit für diese Frage-Bild-Kombination entschieden.
Weil die Kontrastierung etwas suggeriert: Könnte es allen Ernstes Eltern geben, die sich die obige Frage gestellt haben und zu dem Ergebnis kamen "Hey, realitätsgetreu gearbeitete Handfeuerwaffenattrappen! Fördern die Kreativität, regen die Imaginationsfähigkeit an, lehren meine Kinder ein fried- und rücksichtsvolles Miteinander in der Wertegemeinschaft, schulen die Motorik und sind qualitativ hochwertig in Konstruktion und Material!"

Ich will mal nicht per se ausschließen, dass solche Dinge schon mal gedacht wurden. Doch, ich will das per se ausschließen. Der Grundstein für das, was aus Kindern wird, wird im Elternhaus gelegt. Durch das, was man ihnen vorliest, das, was man ihnen vorlebt und eben auch das, was man ihnen zum Spielen in die Hand drückt. Man hat es in der Erziehung nicht immer leicht. Tag für Tag gibt es Situationen, die einen überfordern, an den Rand des Wahnsinns treiben, auf die man spontan und instinktiv reagieren muss, weil keine Zeit zum Nachdenken bleibt, wie ich die kleine Louisa mit der richtigen Wortwahl und einem angemessenen Tonfall davon überzeugen kann, dass das Trinken von Weichspüler mitunter negative Konsequenzen für ihr körperliches Wohlbefinden haben könnte.

Der Kauf von Spielzeug gehört nicht zu diesen Situationen, die mich auf einmal überraschen, sondern zu denen, bei denen ich mir im Voraus darüber klar werden kann, was ich eigentlich für mein Kind will. Die meisten Eltern werden wohl, ganz allgemein, sagen "Das Beste!" Was das konkret bedeutet, darüber kann man sicherlich streiten. Aber ich bin mir sicher, dass keine der unterschiedlichen Meinungen mit einem Bild wie dem obigen in Einklang zu bringen ist.

In diesem Sinne: Frohes Ostereiersuchen.

Freitag, 27. März 2015

Update 1.2.0.6

Guten Morgen ihr Lieben,

seit heute Morgen findet ihr im PlayStore das neueste Update für die App. Das versorgt euch in erster Linie mit 100 neuen Fragen, sorgt aber auch dafür, dass ihr jetzt endlich innerhalb des Favoritenbildschirms die Schriftgröße anpassen könnt. Außerdem habe ich einen Link zu unserer tumblr-Seite eingebaut, wo ihr euch gerne den mittlerweile über 500 Followern anschließen dürft :) Ansonsten gab es ein paar kleinere Bugfixes, damit die App auch weiterhin stabil läuft - und das hoch bis zu Android 5.X.

Wie immer freue ich mich über Feedback und Verbesserungsvorschläge - entweder in den Kommentaren oder unter fragen.zum.nachdenken@googlemail.com!

Habt ein wundervolles erstes Ferienwochenende und take care!

Samstag, 21. März 2015

Und... Pause.


Jetzt gerade. Wenig poetisch, aber vor mir liegt mehr Lernstoff als ich mir bis Montag in den Schädel hämmern kann. Ihr habt bestimmt schönere Erinnerungen, oder? Teilt sie doch mit uns :) Ich bin gespannt!

Sonntag, 8. März 2015

Lange Nächte


Eine von diesen Fragen, bei denen ich froh bin, dass ich sie nur mit "Ich hab' keine Ahnung" beantworten kann. Ich will mich gar nicht entscheiden müssen zwischen all den Abstürzen und Aufstiegen, den durchträumten und durchfeierten, durchzechten und durchgedrehten Nächten meines Lebens, denen in New York, in Liverpool, in Rom, in Edinburgh, in Berlin, in York, in Saarbrücken, in Hamburg, München, Las Vegas, Sardinien, Stockholm oder Dublin, mit Partnerinnen oder Bekannten, mit Freunden fürs Leben oder Freunden für ein paar Nächte. Und ich hoffe, ich werde nie soweit kommen, dass ich hier eine spontane, eindeutige Antwort geben kann - denn warum sollte eine einzige "beste" besser sein als dutzende "so gut wie die beste" sein? :)

Oder seht ihr das anders? Lasst mir gerne eure Kommentare da, ich freu mich auf eure Meinungen!

Habt noch einen schönen Sonntag!

Montag, 23. Februar 2015

Für weniger einsam


An welchen Orten bist du lieber in Gesellschaft als alleine?

In erster Linie an Orten, die ich in der Vergangenheit in netter Gesellschaft besucht habe - also alle Stammkneipen der letzten 14 Jahre, die Saarwiesen, die Sparte in meiner Heimatstadt. Das Foto entstand übrigens im Sommer 2012 in einem Pub in Edinburgh mit meinen beiden Lieblingskommilitoninnen (links nicht im Bild ;)), weshalb ich dorthin auch nur ungerne alleine zurückkehren würde...

Sonntag, 22. Februar 2015

Horizonte - Neue Ufer


Ach, das Übliche... Intoleranz, Vorurteile (und, noch schlimmer: Vorurteile, von denen die, die sie haben, wissen, dass es sich um Vorurteile handelt, die aber zu strack sind, sie zu überdenken), so die kleinen unnötigen Lasten des Alltags halt.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Mit Vorsicht zu öffnen






Was hält dich davon ab, der Mensch zu werden, der du sein willst?

Eine junge Frau, kurz nach ihrer Hochzeit. Man gab ihr einen sehr, sehr simplen Auftrag. Alles, was sie tun musste, war, dieses kleine Kästchen zu überbringen, das sie gedankenverloren in ihren Händen wiegte.

Weiße Schrift auf Grautönen, perspektivisch ein wenig verzerrt. Nicht unbedingt hübsch, die Frage, auffällig schon gar nicht.

Die junge Frau ließ verträumt ihre Blicke über die Oberfläche der Schatulle gleiten. Sie bestand aus einfachem Messing, schlicht, aber sorgfältig gearbeitet.

Auch inhaltlich scheint die Frage zunächst banal. Vor allem, weil man dazu tendiert, sie von vorne beginnend zu beantworten. Was hält dich davon ab...

Während sie die Schatulle drehte, fiel ihr Blick auf das Schloss, das nicht den Anschein erweckte, etwas von großem Wert vor fremdem Zugriff zu bewahren, zu leicht schien es sich auch mit ungeübten Fingern öffnen zu lassen. Kein Schloss, der eines Schlüssels bedurft hätte. Nur ein einfacher, kleiner Riegel. Ihre Neugierde wuchs. Solch ein unscheinbares Kästchen, um das so ein Aufhebens gemacht wird. Was hält dich davon ab?

Abhalten? Mich? Also ersteinmal: Gar nichts. Nichts und niemand kann mich aufhalten, wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe. Meine Mutter hat es mir damals auf dem Drei-Meter-Brett ins Ohr geflüstert, von jeder Facebooktimeline strahlt es mir mit hoffnungserfüllten Augen entgegen, ganze Ratgeberecken in Großstadtbuchhandlungen werden praktisch von diesen neun Worten ausgefüllt und vor jeder Klausur liege ich noch früh morgens hellwach im Bett und bete das Mantra der vielzitierten und quasi schon nicht mehr ernstzunehmenden Ellenbogengesellschaft - DU KANNST ES SCHAFFEN, WENN DU ES WIRKLICH WILLST.

Ja, ich glaube das. Hat sich bis jetzt immer bewahrheitet. Ich habe es immer geschafft. Also, fast immer. Aber zumindest immer, wenn ich es wirklich wollte, und darum geht's ja letztendlich. Die anderen Male waren mir eigentlich gar nicht so wichtig, das waren Chancen, schön, aber die kommen wieder, und wenn es nicht geklappt hat, dann konnte ich auch nicht wirklich was dafür. Nee, im Ernst, manchmal kommt einem halt einfach der beschissene Zufall in die Quere, aber da kann man halt nix gegen tun. Muss man sich mit abfinden. Aber unterm Strich: Ich kann alles schaffen, wenn ich es wirklich will. Also find auch du dich damit ab!

Nein, abfinden musste sie sich nicht damit. "Öffne es auf keinen Fall!" hatten sie gesagt, "Übergib es, ohne hineinzuschauen," hatten sie gesagt, aber wer sollte es merken? Ein feines Lächeln spielte um ihre Mundwinkel. Vorsichtig, um nur keinen Kratzer auf dem Metall zu hinterlassen, fuhr sie mit ihrem Daumennagel unter den Riegel, der Reiz des Verbotenen prickelte auf ihrer Haut. (Warnung: Sie betreten linguistisches Shades-of-Grey-Niveau!)

Die Frage schleicht sich voran. Der Mensch zu werden...

Guck, mal ich steh hier. Zwei Beine, obendrüber ne ziemlich gute Figur, ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, beim Friseur h... ach, du warst noch nicht fertig?
 
Der Mensch zu werden, der du sein willst.

(kurzes Schweigen, dann ein unsicheres Lachen) Bitte, der Mensch werden, der ich sein will? Äh, hallo? Bin ich doch? Willst du mich beleidigen? Bin ich dir etwa nicht gut genug? Kannst du dir vielleicht deine überzogenen Erwartungen und deinen ganzen abgefuckten Selbstoptimierungskram mal sonstwohin stecken? Ich bin gut so wie ich bin. Ja, schön, das klingt jetzt nach kalorienreduzierter Streichwurstproduktlinie, aber im Ernst, was geht dich das denn an? Das bin nämlich auch ich und wenn ich so klingen will, dann klinge ich halt wie'n Werbeslogan aus der Take-That-Ära! Und wenn ich wie ein Schokoriegeljingle klingen wollte, dann...

 Der Riegel lässt sich leichter beiseite schieben als gedacht, er bietet ihren schlanken Fingern kaum Widerstand. Mit einem leisen Geräusch gleitet er zurück. Sachte öffnet die junge Pandora den Deckel der Schatulle.

... dann... Sie verstummt.
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Meta-Ebenen aus.

Was ich eigentlich sagen wollte: Die Frage ist ein Arschloch. Sobald man nämlich versucht, sie in ihrer Gänze zu beantworten, zwingt sie einen zunächst einmal, schonungslos Bilanz zu ziehen. Wer bin ich? Wo stehe ich? Und was ist aus meinen Idealen geworden? Spätestens das ist der Punkt, an dem man sich fühlt wie das Rehkitz auf dem schneebedeckten Feld. Denn die Erkenntnis ist wohl: Wir können die Verantwortung für fast alles von uns schieben. Für Lampedusa, Klimawandel, Trash-TV. Können wir nix für. Da müssten erst mal die anderen was ändern, das liegt außerhalb unserer Macht. Ist gar nicht so schwer, hier den Finger auf die anderen zu richten. Auch wenn es darum geht, wer wir gerade sind. Unsere Gene, Tschernobyl, Barbie, überall Fastfoodwerbung, unsere Eltern hatten auch nie genug Zeit für uns, oh, habe ich schon Trash-TV erwähnt? Im Endeffekt ist die Frage nur Anlage oder Umwelt. Selbst die Entwicklungspsychologie lässt hier keinen Platz für eigene Schuld. Okay, wir haben uns überzeugt - wir sind einfach, wie wir sind.

Aber wenn es darum geht, wer wir werden wollen, gehen uns die Steine zum Werfen aus. Munition verballert, Ende. Wir können die Werbeindustrie nicht dafür zur Rechenschaft ziehen, dass wir in Zukunft nicht die sein werden, die wir mal sein wollten. Auch unsere Eltern nicht. Und erst Recht nicht das Dschungelcamp.

Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, dass wir niemanden für unsere Zukunft belangen können als uns selbst. Niemand außer uns kann uns davon abhalten, die zu werden, die wir sein wollen. Man kann die Schuld gerade mal noch so weit verteilen als dass man sie auf die Kombination aus Faulheit, Ignoranz und Zeitverschwendung zurückführt - und das klingt nur im ersten Moment besser. Dait können wir uns abfinden. Natürlich. So wie sich wohl Pandora damit abfinden musste, dass sie es war, die Unheil und Verderben in die Welt gesetzt hat, müssen wir uns eingestehen, dass diese Frage uns all unserer Illusionen beraubt hat, was das Abgeben von Verantwortung anbelangt. Bitter ist das, wenn solch ein Gedanke erst einmal in unserem Kopf angelangt ist, denn auch wenn er sich nicht immer zeigt, sich hinter dem Kasten Wein oder dem Fernseher versteckt - er kommt wieder. Der Inhalt der Büchse der Pandora, komprimiert auf 1,3 kg Hirnmasse. Wie deprimierend.

Es dauerte eine Weile, bis Pandora realisierte, was sie getan hatte. Ein zweites Mal öffnete sie das Kästchen und starrte ungläubig ins Leere. 

Leere?

Nicht ganz. Am Boden der Schatulle erkannte sie bei genauem Hinsehen etwas. Sie konnte es nicht beschreiben, aber kaum, dass sie geblinzelt hatte, konnte sie es nicht mehr ausmachen. Nur ein seltsames Gefühl breitete sich in ihr aus. Und sie begann zu realisieren, dass nicht alles verloren war. Plötzlich gab es... Hoffnung.

Hoffnung  2015. Es ist noch nicht zu spät. Solange jeder einzelne von uns noch so etwas wie eine Zukunft hat, haben wir es auch in der Hand, uns zu ändern. Es liegt in unserer Hand. Wir können es schaffen, wenn wir es wirkl... Oh Gott. Ich habe es befürchtet.

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Die App mit über 2200 Fragen findet ihr übrigens hier auf GooglePlay