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Sonntag, 14. Februar 2016

Samstag, 19. Dezember 2015

Dienstag, 3. November 2015

Von Wissen und Glück


Ist es dir wichtig zu wissen, warum konkret du glücklich bist, 
oder reicht es dir, einfach glücklich zu sein?

Mehr Fragen findet ihr in meiner App auf GooglePlay

Mittwoch, 19. August 2015

Heartbeat


Was lässt dein Herz höher schlagen?

... Sommerhimmel mit Schäfchenwolken
... Mangosorbet auf der Terrasse
... der erste Sprung ins Schwimmbecken
... von der Sonne geweckt werden
... Sternschnuppen sehen 
... Menschlichkeit
... Gastfreundschaft
... mit Vorfreude auf den nächsten Tag einschlafen
... von Unbekannten angelächelt werden
... to be continued (ich widme mich jetzt meinem Mangosorbet ;))

Was (oder wer? :))lässt eure Herzen höher schlagen? Lasst es uns wissen!

Sonntag, 8. März 2015

Lange Nächte


Eine von diesen Fragen, bei denen ich froh bin, dass ich sie nur mit "Ich hab' keine Ahnung" beantworten kann. Ich will mich gar nicht entscheiden müssen zwischen all den Abstürzen und Aufstiegen, den durchträumten und durchfeierten, durchzechten und durchgedrehten Nächten meines Lebens, denen in New York, in Liverpool, in Rom, in Edinburgh, in Berlin, in York, in Saarbrücken, in Hamburg, München, Las Vegas, Sardinien, Stockholm oder Dublin, mit Partnerinnen oder Bekannten, mit Freunden fürs Leben oder Freunden für ein paar Nächte. Und ich hoffe, ich werde nie soweit kommen, dass ich hier eine spontane, eindeutige Antwort geben kann - denn warum sollte eine einzige "beste" besser sein als dutzende "so gut wie die beste" sein? :)

Oder seht ihr das anders? Lasst mir gerne eure Kommentare da, ich freu mich auf eure Meinungen!

Habt noch einen schönen Sonntag!

Freitag, 31. Oktober 2014

Besser als sprachlos

snug 

- englisch für 'gemütlich', 'kuschelig', 'behaglich'

Vier Buchstaben, deren Klang genau das zum Ausdruck bringt, was man sich darunter vorstellt. Snug klingt nach Auf-die-warme-Matratze-legen, klingt nach Knie-bis-ans-Kinn-ziehen, klingt nach Decke drüber und nach Du-musst-erst-wieder-aufstehen-wenn-DU-es-willst-und-nicht-wenn-der-Wecker-meint-über-deine-Nickerchen-bestimmen-zu-dürfen. Snug (gesprochen ßnaag) hört sich an wie das Geräusch, das man von sich gibt, wenn man im Halbschlaf vom Partner den Nacken gekrault kriegt, wie der glucksende Laut, den Babys von sich geben, wenn sie auf dem Rücken liegend sanft in die Rippen gepiekst werden. Snug ist alles, was ich mir bei Mistwetter und Stress im Job wünsche - Couch, Kerze, Serien gucken, Glühwein.

Klingt eigentlich nach nem Plan für heute Abend. Klingt auch so ein bisschen nach Feierabend. Habt ein schönes Wochenende :)

Montag, 13. Oktober 2014

Nachtrag: Dankeschön.

Da hab ich mich gestern übers Bedanken ausgelassen und wollte eigentlich noch ne Anekdote loswerden - von einem der Male, bei denen ich mich bedankt habe und die tatsächlich in meinem Gedächtnis blieben.

Ich war letztes Jahr mit einigen lieben Menschen in LA und wir hatten beim zweiten Versuch das Glück, einen Parkplatz am Griffith Observatory zu ergattern (am Abend vorher hat ein paar hundert Meter weiter Carly Rae Jepsen oder wie das Kind heißt gespielt - keine Parkplätze im Umkreis von 3 Kilometern), von wo man einen wunderbaren Ausblick über die Hollywood Hills und Los Angeles hat. Das sieht dann in etwa so aus:




Aber was die wunderbare Aussicht erst abgerundet hat, war der Typ - ich schätze ihn auf 18, 19 Jahre, der stundenlang auf einer Treppe saß und unermüdlich Gitarre gespielt hat - keine Melodien die ich kannte, vermutlich selbst erdacht oder improvisiert, ohne einen Pappbecher aufzustellen und Geld zu sammeln, ohne selbst aufgenommene CDs anzupreisen, nein, einfach so. Die Musik war fantastisch, keine schiefen Töne, eine herrliche Akzentuierung der Abendstimmung. Als wir nach etwa drei Stunden unsere Stative einpackten und es endgültig dunkel geworden war, kamen wir noch einmal an ihm vorbei und ich sagte nur "Hey, thanks for playing, that was really great!" Und er lächelte und meinte "Thanks man, that means a lot to me." Ich bekam ein Danke für ein Dankeschön - und ich glaube, er hat es ebenso ernst gemeint wie ich.






Sonntag, 12. Oktober 2014

Danke. Nicht nur pro forma.


Um der Formulierung der Frage treu zu bleiben: Für die kleinen Dinge, die andere für mich und die Gesellschaft tun, und dafür viel zu selten ein Lächeln oder Anerkennung erhalten. Womit die Frage zwangsläufig auf eine andere hinausläuft:

BEI WEM solltest du dich häufiger bedanken?

Ich halte mich eigentlich für einen höflichen Menschen. Wenn ich meinen USB-Stick im Computerraum vergesse und ihn mir ein Kollege an den Platz bringt, bedanke ich mich. Wenn meine Schüler mir die Tafel wischen, bedanke ich mich (sie könnten sich schließlich auch weigern). Wenn mir jemand Platz macht, weil ich mit 18 Litern sprudel in den Händen auf dem Weg zur Kasse durch einen viel zu schmalen Warengang muss, bedanke ich mich auch. Alles gut eigentlich, oder?

ODER?

Oder ist dieses "Dankeschön" eben nur ein Reflex meiner guten Erziehung? Ein konditioniertes Reiz-Reaktions-Schema? Quid pro quo, eine Hand wäscht die andere? Du tust was für mich, ich zolle dir meine Anerkennung durch ein bis zwei Silben und konditioniere dabei gleichzeitig dich - denn würde ich nicht Danke sagen, würdest du dich ärgern, mich für unhöflich halten und dir vornehmen, das nächste Mal bei einem abgehetzten Typen im schwarzen Kapu einfach genau dort stehenzubleiben, wo du bist, denn die wissen ja auch alle nicht mehr, was Anstand ist. Danke wird also zum Ausdruck der Höflichkeit, die den Kitt in den immer weiter auseinanderklaffenden Fugen des menschlichen Miteinanders darstellt.

Noch bedenklicher wird die situation allerdings, wenn ich die Frage einen Punkt weiterführe:
Was ist mit den Menschen, die etwas für mich tun, bei denen ich mich nicht bedanke? Weil ihre Tätigkeit eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint? Weil ich glaube, dass das Geld, das sie dafür erhalten (mag es auch noch so gering sein) hier die Höflichkeit des Individuums ersetzt?

In meinem Kopf rattert gerade eine lange Liste durch. Als allererstes fielen mir die Menschen ein, die dafür sorgen, dass öffentliche Toiletten in einem vernünftigen Zustand bleiben, an denen aber die meisten viel zu oft vorbeilaufen - vielleicht noch verärgert, dass sie für diese Dienstleistung fünfzig Cent bezahlen sollen (btw: Mal drüber nachgedacht, dass ihr euren Putzfrauen daheim für den gleich Job wesentlich mehr zahlt?)
Dann die Reinigungskräfte in meiner Schule, die tagtäglich und außerhalb unserer Wahrnehmung vermalte Tische, klebrige Fußböden, Papierschnipsel und Essensreste beseitigen - wobei sich die meisten Schüler noch nicht einmal die Frage zu stellen scheinen, wo ihr ganzer aus Langeweile (oder noch schlimmer: Boshaftigkeit) produzierter Schnipselabfall hin verschwindet.
Die Damen (Herren natürlich auch, aber in meinem Supermarkt sitzen nur Frauen an der Kasse), die bis um 9 ausharren, weil ich früher nicht dazu gekommen bin, mich mit Milch einzudecken und die selbst um diese Uhrzeit noch gut gelaunt sind und mir einen schönen Abend wünschen (sogar dann, wenn sie selbst vermutlich keinen mehr haben werden, weil sie noch bis Viertel nach zehn Regale ausräumen müssen.


Und ja, ich geb's zu: Ich bekäm den ganzen Tag das Grinsen nicht aus dem Gesicht, wenn nach dem Unterricht mal ein Schüler zu mir käme und sagen würde: "Herr R., ich kann mir vorstellen, dass der Rechtschreibfürderplan, den Sie da für mich gemacht haben, ne Menge Arbeit war. Ich weiß es zu schätzen, dass Sie die Zeit in mich investieren. Danke dafür."

Ist es so abwegig, dass es andere Menschen ähnlich gehen könnte? Und kostet ein Danke so viel Zeit und Kraft. Wohl nicht. Aber Überwindung. Weil es doch irgendwie komisch ist, sich als einziger bei jemandem zu bedanken, der einem bei Einbruch der Dämmerung noch das Amazonpäckchen in die Hand drückt.

Ich werde es beim nächsten Mal trotzdem tun. Und hoffen, dass ich der Person ein wenig den Tag versüße.

Samstag, 11. Oktober 2014

Sektkorken II

Sehr schön, die App hat die 200er-Marke gerissen - neues Ziel sind 500 Downloads bis Weihnachten :) Danke an alle, die in den letzten Wochen Werbung für die App und den Blog gemacht haben :)

Hier gab es übrigens auch ein paar Änderungen - da die Kommentarfunktion nicht funktioniert hat (weiß der Teufel warum) habe ich die Kommentare mit Google+ zusammengeführt - ihr könnt jetzt also auch direkt von dort Kommentare posten (oder natürlich unter den Beiträgen - das sollte jetzt auch funktionieren).

Ich freue mich weiterhin über Feedback (zum Blog, zur App, zu den Social-Media-Auftritten) und natürlich über Unterstützung in jeder Form - ihr wisst ja, ich bin ein Ein-Mann-Unternehmen mit einem Mehr-als-Vollzeit-Job. Sollte jemand also Interesse an Kooperationen oder Gastbeiträgen haben - meldet euch gerne unter fragen.zum.nachdenken@googlemail.com oder über die sozialen Netzwerke :)

Wer von euch die App noch nicht hat, findet diese übrigens hier:

Zur App "Ask! - Fragen zum Nachdenken" auf GooglePlay

Montag, 6. Oktober 2014

Verläufe


O'Keefe, Moser und Moser kriegen nen Preis für Positionierungszellen im Hirn und während ich das im Auto höre, dreh ich die Sache einfach rum. Klar, Orientierung ist meistens ganz schön, aber hin und wieder... Nein, jetzt schreit nicht wieder BLÖÖÖDE FRAGE, WER WILL SICH SCHON VERIRREN; SCHWACHSINN HIER; ICH GEH WIEDER BEAUTYBLOGS LESEN, verschiebt die Beautyblogs auf später, lasst euch drauf ein.

(Achtung, Absatz über Bücher, könnt ihr überspringen, fands nur grad interessant)
Das widerstrebende Moment von Verirren und Orientieren zieht sich quer durch die Jahrtausende, beginnend mit Theseus, für den die Orientierung durch Ariadnes roten Faden allein ihn vor dem Tod im Labyrinth des Minotaurus bewahrt hat, hin zu Aschenbach, der sich vor lauter Cholera nicht mehr in Venedig zurechtfindet - aber trotzdem: Was wäre mit dem Erzähler aus Dantes Göttlicher Komödie, den es in die Unterwelt, die Hölle, den Nimbus und letztlich den Himmel gezogen hat, geschehen, wenn er sich nicht verlaufen hätte, wie er in seinem ersten Satz des Werkes feststellt:

Dem Höhepunkt des Lebens war ich nahe
da mich ein dunkler Wald umfing und ich, verirrt,
den rechten Weg nicht wiederfand.

Verirren also als Grundlage von Erkenntnisgewinn und vielleicht auch Abenteuer (vergleiche Popkultur -> LOST) - nicht zu vergessen die Heckenlabyrinthe, in denen sich die Oberschicht die Zeit vertrieben hat und vermutlich manche halbnackte Stunde durchlebt haben.

Also warum nicht mal wieder gepflegt den Weg nicht mehr wissen?

Ohne jemals dagewesen zu sein stelle ich mir ne total orientierungslose Nacht in Barcelona ziemlich romantisch vor (jaa, das geht bestimmt nüchtern und betrunken ganz gut). So durch die kleinen Gassen der Altstadt taumeln, von einer Bar in die nächste und wen kümmerts schon, wo das Hotel liegt, wenn einem die Sonne am nächsten Morgen den Weg weist?

 Also, ein kleines Pamphlet gegen Geradlinigkeit. Jetzt: Ihr zurück zu den Lidschattenbloggerinnen (Apropos geradlinig. Schön mit nem schlechten Wortwitz abgeschlossen. Ich geh mich mal feiern.)

Sonntag, 21. September 2014

Ein Lächeln



War ein langer Tag heute. Aber mit vielen lieben Menschen - ein paar, die ein bisschen Promo für den Blog und die App gemacht haben,  ein Freund, der von seiner Pilgerreise zurückgekehrt ist, eine unermüdlich fleißige Freundin, Umarmungen von meiner Familie. Dazu das Gefühl, was geleistet zu haben. Und jetzt der Gedanke an mein Bett :) Man liest sich morgen :)

Mittwoch, 17. September 2014

Prioritäten


Die Binsenweisheit "Zeit ist Geld" mag zwar betriebswirtschaftlich stimmen, jedoch ignoriert sie, dass zumindest für den Einzelnen Zeit eigentlich wertvoller sein müsste. Ich kann Geld gewinnen, ich kann es mir leihen, ich kann es mir schenken lassen, ich kann es verdienen (oder, für die Menschen mit dem Ohr für einen dezenten Unterton, ich kann zumindest dafür arbeiten). Bei Zeit gestaltet sich das alles erheblich schwieriger. Zeit verdienen ist nun mal nicht drin, Zeit verleihen nur schwer, lediglich Zeit verschenken ist in unserer Sprache möglich und da leider von der ursprünglichen Bedeutung her negativ besetzt (sogar hier hat der Bezug zum Materiellen Einzug gehalten...). Deswegen gilt, zumindest für mich, dass mit Zeit (und zwar insbesondere die Freizeit) wichtiger ist als alles Geld, das ich in dieser Zeit verdienen könnte. Denn Geld kann ich auf vielfältige Weise erhalten, während sich meine Zeit kontinuierlich reduziert und das Ende auf uns lauert wie das Krokodil mit dem Wecker im Bauch. Und wenn ich schon am Ende keine materiellen Güter aus dieser Welt mitnehmen kann, kann man mir auch der Tod die Zeit, die ich mit Freunden und Familie verbracht habe, jeden Moment, den ich zum Lächeln und zum Staunen, zum Lachen, zum Spielen, zum Lesen und zum Träumen gewonnen habe, nicht nehmen. Insofern ist die Zeit, in der ich nicht dem Geld nachjage, wohl doch irgendeine Art von sinnvoller  Investition (und das schenkt mir gerade wieder einen der eben erwähnten Momente des Lächelns :)).

Freitag, 5. September 2014

Die kleinen Freuden des Lebens

So kurz vor dem Wochenende und mit ein paar Sonnenstrahlen am Himmel eine meiner Lieblingsfragen:


Die Antwort darauf fiel mir noch nie schwer: Bücher. Angegilbt, mit Eselsohren, besonders freue ich mich über Lesezeichen, die jemand darin vergessen hat. Lieblingslesezeichen: Ein Zugticket aus Vancouver aus den Achtzigern (zumindest halte ich es dafür), gefunden in Handkes Publikumsbeschimpfungen, das ich vor ein paar Jahren von einem Dozenten bekommen habe :)